Drei Gänge für Hawk

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein glühender Robert B. Parker-Fan bin und sämtliche Romane der Spenser-Reihe mehrmals gelesen habe.

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Spenser, ein hard-boiled PI aus Boston, den Parker in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts erfunden hat, ist nicht nur ein tougher Kerl, sondern darüber hinaus auch 

ein begnadeter Koch. Und ab und zu teilt Parker dem geneigten Leser mit, was er gerade kocht.

Als ich mich auf der diesjährigen Buchmesse in Leipzig mit Günther Butkus und Sarah Wiedenhöft vom Pendragon Verlag traf, erzählten sie mir, dass sie planten, ein paar seiner Rezepte nachzukochen. Spontan, wie ich nun einmal bin, habe ich Stefan und mich zu dieser Aktion eingeladen, und am vergangenen Freitag sind wir beide dann über die A2 nach Bielefeld gefahren, um an dieser tollen Aktion teilzuhaben.

Autobahn Kopie

Sarah hatte den Abend unter das Motto “Drei Gänge für Hawk” gestellt, frei nach einem Roman der Serie, der in Kürze in brandneuer Übersetzung im Pendragon Verlag erscheinen wird und auf den ich mich sehr freue: “Drei Kugeln für Hawk”.

Da Gäste für eine solche Feier selbstverständlich die Getränke beisteuern, haben Stefan und ich vorab eingekauft. Und so befanden sich in unserem Gepäck neben dem typischen amerikanischen Budweiser und niederländischem Heineken (muss man dazu was sagen?) auch Biere wie Sam Adams Boston Lager (ekelig!) und Tsing Tao (trinkbar). Dazu noch eine Sorte, die Spenser niemals anfassen würde, weil es als das Bier des sogenannten White Trash, also der amerikanischen Unterschicht, gilt: Pabst Blue Ribbon. Letzteres haben Stefan und ich in Boston eigentlich ganz gern getrunken, denn es kommt von allem, was wir probiert haben, dem deutschen Biergeschmack recht nahe.

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Gern hätten wir natürlich auch noch eine Flasche von Hawks bevorzugtem Champagner “Krug” mitgenommen, aber der sprengte dann leider unser Haushaltsbudget des gesamten Monats, und so musste es eine etwas günstigere Marke sein.

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Wer wissen will, in welchem Roman Spenser was trinkt, kann das übrigens auf dieser Website tun: http://www.thrillingdetective.com/trivia/spenser_beers.html Auf die Existenz dieser interessanten Website machte uns ein Barkeeper aus Boston aufmerksam. Wir lernten ihn kennen im Rattlesnake auf der Boylston St., das ich zwischenzeitlich sogar in einem meiner Romane (Herz zu Asche) verarbeitet habe.

Der Abend in Bielefeld selbst verlief mit viel Scherzen und Lachen. Die einzigen Tränen, die flossen, waren den Zwiebeln geschuldet.

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Das Menü sah dann wie folgt aus:

Grüne Tomaten mit Pitabrot

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Hähnchenbrust in Orangen-Ingwer-Marinade mit Endivien-Avocado Salat und Frittierten Zwiebeln

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Ich bin zwar eigentlich keine Food-Bloggerin, aber die frittierten Zwiebeln waren dermaßen lecker, dass ich das Rezept hier mit Euch teilen muss:

2 große Gemüsezwiebeln
120g Maismehl (weiß)
120g Maismehl (gelb)
2 Tl Zucker
2 Tl Backpulver
2 Tl Salz
1 Ei
240 ml Milch
115g geschmolzene Butter
Olivenöl zum Anbraten

  1. Maismehl, Zucker, Backpulver und Salz vermischen, dann Ei und Milch zufügen. Schließlich Butter unterrühren. Teigmischung zur Seite stellen.
  2. Zwiebeln halbieren und dann in Ringe schneiden und in den Teig legen.
  1. Öl in einer Pfanne erhitzen. Kleine Zwiebel-Teig-Häufchen in die tiefere Pfanne geben und sautieren.

Blaubeer-Pfannkuchen

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Hier verwendeten wir ein Rezept, das ich von unserer East-Coat-Reise im vergangenen Jahr mitgebracht habe. (Ich danke Jeannine LaBoissiere von On Cranberry Pond dafür, dass sie es uns zur Verfügung gestellt hat. Ich träume noch immer von Deinem wunderschönen B&B, Jeannine!)

Der Abend klang dann mit dem für mich üblichen Chaos aus: Auf dem Weg zurück ins Hotel haben wir uns in Bielefeld verlaufen. Was aber auch nicht schlimm war, denn sehr nette Partygänger, die wir trafen, halfen uns wieder auf den richtigen Weg.

Alles in Allem also eine sehr gelungene Aktion. Wir planen bereits eine Wiederholung, natürlich auch wieder mit Rezepten aus einer Krimiserie. Martin Walker wäre mein Favorit, glaube ich …

Einen weiteren Beitrag über diese Aktion gibt es übrigens beim Pendragon Verlag – dort auch mit den restlichen Rezepten, die ich hier weggelassen habe.

(© sämtlicher Fotos in diesem Beitrag: Sarah Wiedenhöft. Danke für die Genehmigung, sie hier zu zeigen.)

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