Blutige Tatorte

Im Moment befinde ich mich gerade in New York auf der Jahrestagung der International Thriller Writers Organisation, und dort habe ich gestern einen Vortrag über Blutspurenanalyse gehört.

Hier kommen also ein paar Informationen, die der Seminarleiter Geoff Symon auf grandios anschauliche Weise mit uns geteilt hat. Alle folgenden Informationen sind entnommen aus seinem demnächst erscheinenden Buch “Forensics for fiction” und ich kann jedem, der sich für dieses Thema interessiert, nur raten, sich das Ding anzuschaffen. Geoff erklärt extrem anschaulich!

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Der langgezogene, schmale Teil des rechten Blutspritzers zeigt genau in die entgegengesetzte Richtung aus der das Blut geflogen kam. Dieser Teil weist also immer vom Tatort weg.

 

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Die verschiedenen Formen von Blutstropfen kommen vom Aufprall auf verschieden beschaffene Oberflächen. Der Rechte ist senkrecht auf eine glatte, nicht poröse Oberfläche (z.B. Marmor) gefallen, der linke auf einen rauen, evtl. porösen Untergrund (z.B. Leder oder Holz).

 

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“Low velocity impact spatter”: Solche Blutflecken entstehen, wenn Blut von einer Wunde tropft (z.B. bei Nasenbluten).

 

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“Medium velocity blood spatter” (sorry für die schlechte Qualität des Bildes): Solche Blutspritzer-Bilder entstehen bei allen Verletzungen, die mit menschlicher Muskelkraft erzeugt werden können, also z.B. Messerwunden oder Platzwunden durch Schläge.

 

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Eine Unterart der “medium velocity blood spatter”: So sieht es aus, wenn jemand geschlagen wurde und die Waffe zum Ausholen geschwungen wurde. Hier wurde viermal zugeschlagen.

 

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“High velocity blood spatter”: Es gibt nur drei Möglichkeiten, wie solche Muster entstehen: 1. Schusswaffen. 2. Explosionen und 3., und das fand ich erstaunlich, Unfälle mit schweren Industriemaschinen.

Übrigens: Es ist richtig, dass hier “spatter” steht und nicht “splatter”, was das umgangsprachliche Wort für “Spritzer” wäre. Die forensischen Profis sprechen tatsächlich von “spatter”, und Geoff meinte mit einem Lächeln, das sei das erste, worauf er in einem Krimi schaue. Wenn ein Autor seine Ermittler von “blood spLatter” reden ließe, dann wisse er, dass der Kerl seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Gut zu merken: “The L stands for Looser.” :)

Das war nur ein kleiner Teil der Folien, die Geoff an die Wand geworfen hat. Wie gesagt, mehr davon gibt es in seinem demnächst erscheinenden Buch. Der Titel: “Forensics for fiction”. Geoff ist auch auf Twitter, wo er interessante Einblicke in seine Arbeit als “forensic guy” gibt: @geoffsymon.

Ich für meinen Teil kann das Erscheinen seines Buches kaum erwarten.

 

 

Licht am Ende des Tunnels …

… lautete der Titel des Romanseminars vom vergangenen Wochenende, das ich zusammen mit Klaus N. Frick in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel gehalten habe.

Es ging um das weite Feld des Romanschreibens mit Schwerpunkt auf der Frage “Wie kriege ich so einen langen Text eigentlich fertig?”

Und da gibt es eine Menge Probleme, an denen es hängen kann.

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Ich hätte da auch noch eines:

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Zusammen mit den Teilnehmern und anhand der vorab eingereichten Texte wurden Lösungsansätze für die Probleme erarbeitet. Dabei rauchten so manches Mal die Köpfe: 6 Kopie

 

 

Die einzelnen Themen haben wir dann tiefer beleuchtet.

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Methoden zu Strukturieren gibt es viele. Hier die SARPI-Methode von Klaus N. Frick. Die Frage, wonach man selbst arbeitet, war spannend zu ergründen. Es gibt eben immer viele Wege zum Ziel. Den eigenen zu entdecken ist dabei die Lösung mancher Probleme.

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Am Ende ging dann jeder mit einem ganzen Handwerkskoffer voller Ansätze, Ideen und Möglichkeiten nach Hause. Meine Methode “Plotten für Chaoten” fand wieder ein paar neue Anhänger, was mich natürlich freut.

 

Ach ja: Und Spaß an der Sache hatten wir natürlich auch.

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Klaus N. Frick, ich, Olaf Kutzmutz (dem ich auch für alle Bilder in diesem Beitrag danke!)

Herz aus Glas – DIE FORTSETZUNG

sorrow_brennendMich erreichen in der letzten Zeit häufig Mails mit der Frage, ob es einen vierten Teil der “Herz aus Glas”-Trilogie geben wird.

Was wäre also wenn?

*** Wenn ein Jahr vergangen wäre, seit Sorrow abbrannte. *** Wenn plötzlich ein altes Ölgemälde auftauchen würde? *** Und wenn Juli und David auf die Insel zurückkehren würden? ***

Ideen? Anybody?

Dann her damit!

 

Bloggertreffen – Die Fotos

Wenn Moderatoren wie Knut Elstermann vom rbb darauf hinweisen, wie genau die Schilderungen der Stadt Berlin in meinen Romanen sind, dann ist das auch immer mit das Verdienst von Berlinern, die gern bereit sind, ihr Wissen über die Stadt mit mir zu teilen.

Am vergangenen Sonntag traf ich mich zum zweiten Mal mit einigen Blogger*innen, um Recherchen zu einem neuen Faris Iskander-Roman anzustellen, diesmal  im Literaturhaus Berlin. Möglich gemacht hat das Treffen der Blanvalet-Verlag, der die acht Plätze für das Treffen verloste und dem dafür mein besonderer Dank gilt.

Ausgehend von erstmal banal klingenden Fragen wie “Wo könnte man am einfachsten und schnellsten eine illegale Schusswaffe entsorgen, wenn man im Bergmannkiez lebt?” landeten die Blogger*innen und ich erst bei Sachfragen zum Jugendschutz und bei einer angeregten Diskussion darüber, wo man denn am Besten in Berlin ein neues, für den Plot wichtiges Gefängnis errichten könnte. Am Ende dann landeten wir natürlich bei grundsätzlichen Fragen darüber, wie es mit Faris in den nächsten Bänden der Serie weitergeht. Für mich war es extrem spannend zu hören, was für Spekulationen aufkamen und was für Fragen speziell nach dem unerwarteten Ende von “Gotteslüge” im Raum standen. Ich darf an dieser Stelle verraten, dass noch einige weitere Überraschungen auf die Leser*innen warten werden …

Hier ein paar Eindrücke von dem Treffen.

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Erstmal gab es Frühstück. Zur Stärkung.

 

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Monika und Kerstin Stutzke von Lesendes Katzenpersonal und Jens Kleine von Meine Bücherwürmer.

 

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Christiane Reiff von den Buchjunkies, Petra Samani von Buchblinzler und Denise Börner von Tapsis Buchblog.

 

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Signieren …

 

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… macht Spaß!

 

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Die Autorin im Erklär-Modus.

 

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Da sind sie noch einmal alle zusammen.

 

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Ach ja, und Herr Miez war natürlich auch dabei.

 

Die Berichte der Blogger*innen über das Treffen finden sich hier:

http://buchblinzler.blogspot.de/2016/03/buchblinzler-unterwegs-recherchetreffen.html

http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/2016/03/autorentreffen-mit-kathrin-lange.html

http://tapsisbuchblog.blogspot.de/2016/03/ein-fruhstuck-mit-faris-iskander.html

 

(c) für alle Fotos in diesem Beitrag: Stefan Lange.

 

Recherchetreffen für Blogger in Berlin

DSC09156Am Sonntag, 13. März, um 11 Uhr

laden der Blanvalet Verlag und ich

Berliner Buchblogger zum

2. Recherche-Meet and Greet

in ein Berliner Café ein.

Diesmal gibt es exklusive Infos über den neuen Faris Iskander-Roman “Ohne Ausweg”, der Ende des Jahres erscheint. (Wir zeigen Euch erstmalig zum Beispiel das Cover!)  Ihr dürft mir Fragen stellen und – wenn Ihr Lust habt – Euch auch diesmal mit Eurem Wissen über die Stadt in Faris’ drittem Fall verewigen (Nennung hinten im Buch inklusive).

Wenn Ihr daran teilnehmen wollt, schickt mir so schnell wie möglich eine Mail.
Den genauen Ort teilen wir Euch nach erfolgter Anmeldung, spätestens Freitag, 11.3., mit.

Sollten mehr Anmeldungen kommen, als Platz ist, entscheidet das Losverfahren.

Ich freue mich auf Euch!

Eure Kathrin Lange

 

Pizza essen mit mir und Faris Iskander?

Ohne Titel 3 KopieIn “40 Stunden” trifft Faris Iskander in der Trattoria Rossi in Charlottenburg die Frau seines Herzens, Ira Jenssen.

Die Trattoria gibt es tatsächlich. Wenn ich in Berlin bin, gönne ich mir dort gern ein leckeres italienisches Essen und ein Glas Wein.

Am 11. März 2016 lade ich zwei Leser/Leserinnen zu einem Abendessen in die Trattoria ein!

Und weil ich das schon ein paarmal gefragt wurde: JA! Ihr dürft mir auch Fragen zu Eurem eigenen Romanprojekt stellen. Wenn ich kann, helfe ich da gern weiter.

Die beiden Plätze werden für einen guten Zweck versteigert, und zwar auf amerikanische Art. Das geht so:

Sendet eine Spende von 10 Euro an das Konto von “Autoren helfen”.

Gebt unter “Öffentlicher Kommentar” an, dass Eure Spende für das Pizza-Essen
mit mir und Faris Iskander gedacht ist.

Vergesst nicht, anzugeben, wie ich Euch kontaktieren kann.
Wenn Ihr anonym spenden wollt, schickt mir eine E-Mail.

Unter dem Hashtag #pizzamitfaris auf Facebook und Twitter und hier unter diesem Beitrag informiere ich regelmäßig über den Stand der Auktion, sodass Ihr seht, wenn jemand nach Euch geboten hat und ihr notfalls nachlegen könnt.

Sämtliche Gelder, die auf diese Weise eingesammelt werden,
kommen den Projekten von “Autoren helfen” zugute.

Den Zuschlag erhalten die beiden letzten Gebote irgendwann in der Woche vor dem 11.3. Die Gewinner werden von mir an dem Abend nicht nur mit Pizza und Co. versorgt, sondern auch mit exklusiven Informationen aus dem dritten Faris Iskander-Roman (pssst: und mit ein paar Geheimnissen darüber, wie es mit den Figuren weitergehen wird!)

Das Aktion-Mensch-Prinzip: Schenken und Gutes tun!

Achte_Astrolabium

Fehlt Euch noch eines meiner älteren Bücher in Eurem Regal? Oder braucht Ihr ein besonderes Geschenk? Und wollt Ihr gleichzeitig etwas für einen guten Zweck tun?

Dann könnt Ihr ab heute hier Bücher von mir mit persönlicher Widmung bestellen.

Folgende Titel stehen zur Verfügung:

Jägerin der Zeit (Hardcover und Taschenbuch)

Das achte Astrolabium (Hardcover und Taschenbuch)

Das Geheimnis des Astronomen (Hardcover und Taschenbuch)

Die verbrannte Handschrift (Taschenbuch)

Wie geht’s?

Ganz einfach. Ihr schreibt mir eine Mail mit Eurem Buchwunsch. Bitte gebt an, ob Ihr ein Hardcover oder ein Taschenbuch haben wollt und teilt mir die Widmung mit, die ich hineinschreiben soll.

Dann geht Ihr auf das Betterplace-Spendenkonto der Aktion “Autoren helfen Flüchtlingen” und überweist einen Betrag Eurer Wahl (einzige Bedingung: Er muss mindestens 7 Euro betragen!)* Sobald das Geld auf dem Konto eingegangen ist, sende ich das Buch an Euch raus.

Wohin genau “Autoren helfen Flüchtlingen” Euer Geld weiterleitet, könnt Ihr hier ansehen.

 


 

*Eine Anmerkung zum Thema “Preisbindung”: Die von mir hier angebotenen Bücher sind allesamt vergriffen. Darum ist ihr Ladenpreis aufgehoben.

 

Friedliche Weihnachten!

kerze1(c) prspics/piqza.de

Liebe Leserinnen und Leser,

2015 war ein bewegtes Jahr, und ich werde an dieser Stelle nicht in den allgemeinen Chor der Rück- und Ausblicke einstimmen, über all die Dinge, die waren und die noch kommen werden.

Aber ich möchte einen Satz mit Euch und Ihnen teilen. 

Jean Paul hat gesagt: “Solange ein Mensch ein Buch schreibt, kann er nicht unglücklich sein.”

Für mich ist es dieser Satz, der 2015 zusammenfasst. Ich wünsche Euch und Ihnen, dass Sie den Ihren finden werden.

Ein besinnliches Weihnachtsfest und einen sorgenfreien Blick auf das Neue Jahr!

Eure/Ihre Kathrin Lange